Ramadhān, der Monat des Fastens, nicht des Feierns


Allah sagt: „O die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf daß ihr gottesfürchtig werden möget.” (Quraan 2:183) Das Ziel des Fastens ist die Entwicklung der Taqwa (Gottesfurcht). Weise ist derjenige, der sich entsprechend vorbereitet, indem er die Sünden verringert und seine A’maal (Taten) vermehrt. Leider ist es für die meisten von uns zum Ziel geworden ihre Bäuche mit so vielen Köstlichkeiten zu füllen, wie wir essen können. Vor dem Ramadhān sind unsere Frauen damit beschäftigt sich Gedanken über schmackhafte Speisen und Essen im Allgemeinen zu machen und verbringen Stunden in der Küche, um sie zuzubereiten.

Während des Ramadhān sollen wir weniger essen, als wir es normalerweise tun. Wir neigen dazu, genau das Gegenteil zu tun, nämlich besseres Essen als normal zu essen. Unsere Essgewohnheiten töten die Rūhaniyah (Spiritualität), die sich aus der Kontrolle unseres Appetits entwickeln sollte. Nach all den Samosas, Böreks, Kuchen und Baklavas, die wir konsumieren, wird unser Körper faul und müde. Das macht es schwierig Tarāiwīh und Tahajjud zu beten und die Essenz des Ramadhān geht verloren.

Setze in diesem Ramadhān dieser Gewohnheit des übermäßigen Genusses und der Extravaganz ein Ende. Sprich mit deiner Frau und sag ihr freundlicherweise, dass du nicht daran interessiert bist zu viel zu schwelgen. Das wird ihr die Gelegenheit geben sich auf den Gottesdienst und nicht auf die Küche zu konzentrieren. Für die Frauen, die dies lesen, setzt euch mit eurem Mann hin und sprecht mit ihm. Wenn er sich weigert, dann lasst nicht zu, dass das Essen zu einem Streit führt. So wie es ist, gibt es in unserer Ummah (Gemeinschaft) schon genug Ehestreitigkeiten, also fahrt ganz normal fort mit der Absicht Allah zu gefallen.

Wenn ihr kleine Kinder habt, kann die Zubereitung verschiedener Köstlichkeiten und Desserts eine Möglichkeit sein sie in die Atmosphäre des Ramadhān zu versetzen. Das ist in Ordnung, aber denkt daran, dass unsere Religion eine Religion der Mäßigung ist. Tut, was nötig ist, aber übertreibt es nicht. Wenn ihr nur wenig Zeit für den Gottesdienst habt und die meisten eurer Sorgen mit dem Essen zu tun haben, dann ist das übertrieben. Das füllt vielleicht unsere Bäuche mit Essen, aber es leert unsere Herzen von dem Nūr (Licht) des Ramadhān, was eine solche Schande und eine solche Verschwendung der Belohnung ist, wenn man bedenkt, dass wir das nächste vielleicht gar nicht mehr erleben könnten. Möge Allah uns das Verständnis, die Stärke und die Willenskraft schenken, die erforderlich sind, um diesen Ramadhān zu einem Monat des Wandels zu machen, Aamīn.